Ursachen und Folgen
des Klimawandels

Informationen zum Klimawandel

Was verursacht den Klimawandel?

Um unser steigendes Bedürfnis an Strom, Wärme und Mobilität zu erfüllen, setzen wir seit Beginn der Industrialisierung in großem Umfang auf das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Erdöl. Dadurch setzen wir Menschen eine große Menge an Treibhausgasen – wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) –  frei. Bedingt durch die anthropogenen Emissionen ist die CO2-Konzentration in der Atmosphäre seit dem Jahr 1750 bis zur Gegenwart um fast 50 Prozent gestiegen.

Das Ansteigen der Konzentration der Treibhausgase in der Luft führt zu einem Anstieg der Temperatur. Ähnlich wie das Glas eines Treibhauses, das die Wärme im Inneren festhält, wird die von der Erdoberfläche kommende Wärmestrahlung durch die Treibhausgase in der Atmosphäre zurückgehalten. Die Folge: Es wird immer wärmer.

Treibhausgase sind seit Millionen von Jahren Bestandteil unserer Atmosphäre. Ohne einen “natürlichen Treibhauseffekt” wäre es auf der Erde so kalt, dass kein Leben existieren könnte. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Konzentration an Treibhausgasen durch menschliches Handeln aber jährlich gestiegen und das langfristig bestehende natürliche Gleichgewicht wird durch diese Einwirkung gestört (“anthropogener Treibhauseffekt”).

Das Problem wird noch verstärkt: Wir stoßen nicht nur immer mehr Treibhausgase aus, sondern zerstören auch immer mehr Wälder, die Treibhausgase binden und abbauen können. Aufgrund der Klimaerwärmung schmelzen Permafrostböden, die vorher eine große Menge an Treibhausgasen gebunden haben und Gletscher, die das Sonnenlicht reflektieren und so zur Abkühlung beigetragen haben – der Treibhauseffekt verstärkt sich selbst.

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Wie macht sich der Klimawandel bemerkbar?

Einen natürlichen Wandel des Klimas hat es immer gegeben. Allerdings wird dieser natürliche Klimawandel durch den menschlichen Einfluss extrem verstärkt. Bereits heute ist es aufgrund des von Menschen gemachten Klimawandels zu einer Zunahme von extremen Wetterereignissen gekommen. Dieser gefährliche Trend mit andauernden Hitzewellen, Starkniederschlägen und steigenden Meeresspiegeln wird speziell in einigen Regionen der Welt noch zunehmen. Der Verlust von Menschenleben und enorme wirtschaftliche Schäden durch extreme Wetter- und Klimaereignisse sind die Folge. Zudem wird damit gerechnet, dass – bedingt durch die Klimaerwärmung – der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um mehr als einen Meter ansteigen wird, was die Überflutung ganzer Inselstaaten und vieler Küstenregionen zur Folge haben wird.

Wenn sich die Erdatmosphäre um mehr als zwei Grad Celsius erwärmt, sind nach Berechnung der Wissenschaftler die Folgen für unsere Welt kaum mehr in den Griff zu bekommen. Bei einer weiteren ungebremsten Entwicklung der globalen Treibhausgas-Emissionen gehen aktuelle Schätzungen des IPCC (“Intergovernmental Panel on Climate Change”) von einem Anstieg der globalen Mitteltemperatur an der Erdoberfläche von bis zu 6 Grad Celsius aus. Wie groß die Erderwärmung tatsächlich sein wird, hängt maßgeblich davon ab, wie viele Treibhausgase in Zukunft ausgestoßen werden.

Die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen eines fortschreitenden Klimawandels für den Menschen – gerade in Entwicklungsländern – sind gravierend: Durch Wetterextreme wie Dürren oder Fluten entstehen Ernteausfälle, die zu Hunger und Unterernährung führen. Gesundheitliche Belastungen durch Hitzestress und Infektionskrankheiten werden zunehmen. Der steigende Meeresspiegel bedroht ganze Staaten. Einige Experten fürchten sogar “Klimakriege”, wenn Konflikte um Ackerland und Wasser eskalieren.

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Was ist gegen den Klimawandel zu tun?

Um die Grenze von maximal 2 Grad Celsius Erwärmung nicht zu überschreiten und möglichst darunter zu bleiben, muss die Menschheit den Anstieg der jährlichen globalen Treibhausgas-Emissionen spätestens im Zeitraum 2015 bis 2020 stoppen und anschließend ohne Verzögerung um jährlich mindestens 5 Prozent senken. Bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts dürfen die jährlichen globalen Emissionen höchstens die Hälfte der Emissionen des Jahres 1990 betragen – im Schnitt wohlgemerkt. Für Industrieländer wie Deutschland bedeutet das: Ab 2050 (eher früher) dürfen quasi gar keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden. Es gibt daher schon heute dringenden Handlungsbedarf: Dieses Reduktionsziel kann nur erreicht werden durch intensives Energiesparen, Effizienzsteigerungen in allen Bereichen und die Umstellung der Energieversorgung auf regenerative Energien. Einen Beitrag kann übergangsweise auch der CO2-Ausgleich leisten, insbesondere in Bereichen, wo CO2-freie Alternativen nicht schnell genug verfügbar sind – wie im Bereich der Mobilität, die in Deutschland für 20 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich ist.

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Warum ist beim Klimaschutz Eigeninitiative gefragt?

Die von Menschen verursachten CO2-Emissionen steigen seit Jahren unaufhaltsam an und damit auch die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Immerhin gibt es seit letztem Jahr mit dem Abkommen von Paris ein bindendes, internationales Abkommen, in dem das Ziel festgeschrieben ist, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Wie das erreicht werden soll steht allerdings nicht direkt im Abkommen. Das Abkommen regelt lediglich: Alle Staaten sollen freiwillige Maßnahmen ergreifen, um dieses Ziel zu erreichen. Alle fünf Jahre wird überprüft wie sich die ergriffenen Maßnahmen, die Zielerreichung und die tatsächliche Klimaveränderung entwickeln.

Die Maßnahmen, die die Staaten im Anschluss an die Konferenz von Paris eingereicht haben, reichen bei weitem nicht aus, um das festgeschriebene Ziel zu erreichen. Mit den Maßnahmen sind wir eher auf dem Weg zu 6 Grad Celsius Erderwärmung. Was das genau bedeutet, kann heute niemand sagen. Sicher ist jedoch: Eine solche Erwärmung würde zu katastrophalen klimatischen und sozialen Verwerfungen führen.

Umso wichtiger ist es, dass wir Eigeninitiative ergreifen und jeder Einzelne seinen Beitrag leistet. Gerade Unternehmen können positive Veränderungen in der Gesellschaft bewirken. Einige haben auch schon (zögerlich) damit begonnen. Und auch immer mehr Staaten und internationale Institutionen realisieren, dass man eine Klimakatastrophe verhindern sollte. Da wir aber bereits viel Zeit verloren haben, werden die dafür nötigen Maßnahmen immer drastischer mit jedem Jahr, in dem wenig oder nichts getan wird. Aus diesem Grund werden sich in den nächsten Jahren die Gesetze und Regeln zum Klimaschutz radikal ändern. Wer daher heute schon einen Fahrplan für Klimaschutz und Nachhaltigkeit umsetzt wird am Ende gewinnen – und kann auch in Zukunft noch seine Produkte und Dienstleistungen anbieten.